Wohlfühloase Deutschland

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Wohlfühloase Deutschland

Heute würde Angela Merkel ihren berühmten Satz wohl so nicht mehr formulieren. Wir leben mit großen Herausforderungen. Bürgerkriege, Flüchtlingsströme, Integration. Und haben dazu im eigenen Land noch Einiges zu leisten. Wir werden älter und immer weniger Menschen zahlen in die Rente ein, es wird Geld in erneuerbare Energien investiert, die Aufrechterhaltung einer funktionierenden Infrastruktur verschlingt Milliarden. Das Bruttoinlandsprodukt ist im ersten Quartal zum Vorjahr um 0,7 % gewachsen.

Die Arbeitslosenzahlen sind stabil und niedrig wie lange nicht. Also alles in Butter. Hört man sich um, kann das so nicht richtig sein. Viele Unternehmer suchen verzweifelt nach qualifiziertem Personal, viele Lehrstellen bleiben unbesetzt. Über 700.000 freie Stellen in 2016. Und der Staat lässt niemanden hängen. Das Jobcenter hat ein Filialnetz mit Bewerbungscentern aufgebaut, wo jeder (motivierte) Arbeitssuchende alle Hilfe erfährt. Von Vermittlungsvorschlägen, Reisekosten, Zuschüsse für Arbeitgeber, die Menschen einstellen, Finanzierung beruflicher Weiterbildung, Sprachförderung, Übernahme Bewerbungskosten. Ein bunter Strauß jeglicher Hilfe. Auch die Aktivitäten des Jobcenters mit speziellen Trainings, Infotagen, Arbeitgebertagen, Jobmessen usw. sollen helfen, von den über 1 Mio. Langzeitarbeitslosen und 3,2 Mio. Hartz IV Beziehern, viele wieder in Arbeit zu bringen. Bei dem Thema Grundsicherung, was die Leistung zur Sicherung des Lebensunterhaltes betrift, wird ebenso im großen Stil geholfen. Es gibt immer Härtefälle, auch ohne eigenes Verschulden, Menschen denen man helfen muss. Die in Schieflage durch Schicksalsschläge geraten sind. Aber es gibt auch eine steigende Zahl von Menschen, die unseren Rechtsstaat ausnutzen. Und dieser lebt nun einmal vom Steuerzahler, sprich der arbeitenden Bevölkerung.

Ist die Unterstützung vom Staat zu generös? Die Grundsicherung beinhaltet eine Regelleistung (bei Alleinstehenden 404 €), Kinder ab dem 7.Lebensjahr erhalten 270 € (Sozialgeld), für Unterkun und Nebenkosten – wenn angemessen – kommt man auch auf. Einmalige Leistungen wie Erstausstattung für Wohnung und Haushaltsgeräte sowie auch für Bekleidung werden gezahlt. Da ist der Anreiz doch wieder 40 Stunden arbeiten zu gehen bei dem ein oder anderen nicht so ausgeprägt.

Gerade wenn kein Schulabschluss oder kein Beruf erlernt wurde, ist man mit einer Helfertätigkeit nicht weit davon entfernt, was ein Hartz IV Bezieher mit sämtlichen Leistungen ohne Arbeitsleistung erhält. Wer nicht arbeiten kann, der erfährt staatliche Hilfe, wer arbeiten kann und nicht will, sieht das sehr kurzfristig und egoistisch. Wir sind eine Leistungsgesellscha, wo wir alle in ein funktionierendes System einzahlen. Auch EU-Bürgern und europäischen Nachbarn, kann man nicht verdenken, wenn diese im Heimatland ein Gehalt von 200 bis 300 € erhalten (wenn man denn einen Job hat) und in Deutschland automatisch mehr erhält. Und das ohne Arbeit. Viele Zugereiste haben keine Qualifizierung bzw. keinen beruflichen Abscluss und erschweren die Integration in den Arbeitsmarkt. Wir können dieses Sozial-System auf Dauer nur am Leben erhalten, wenn alle arbeitsfähigen Einwohner einer Arbeit nachgehen. Hilfe und Unterstützung für Betro£ene sind in einem welto£enen Deutschland selbstverständlich.

Von |2017-02-06T17:24:29+00:0008.10.2016|Kategorien: Im Visier|

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