Der eigene Garten ist eine Oase der Erholung und der Ruhe. Das Wohnzimmer im Freien bietet viele Möglichkeiten, die eigene Freizeit schön zu gestalten. Ob Grillfest mit Freunden, das Entspannen in der Hängematte und im Liegestuhl oder das Anbauen von Obst und Gemüse – für Gartenbesitzer ist dies ein Genuss. Aber um das eigene Grundstück genießen zu können, ist eine ordentliche Gartenpflege notwendig. Gartenbesitzer sind deshalb das ganze Jahr über gefordert.

Was versteht man unter Gartenpflege?

Wer einen Garten hat und es schön haben will, muss ihn das ganze Jahr über hegen und pflegen. Die Gartenpflege umfasst alle Arbeiten, die im Kalenderjahr notwendig sind. Während die Anlage eines Gartengrundstücks nicht zur Gartenpflege zählen, versteht man aber alle Arbeiten, die danach anfallen, um die Grünflächen, Blumenbeete und Gehölze instand zu halten. Bei Mietobjekten können diese auf Mieter umgelegt werden. Die dazugehörigen Rechte und Pflichte sind im Mietvertrag geregelt.

Der Garten im Frühling

Wer einen Nutzgarten mit Obst und Gemüse betreibt, muss im Frühling mit den Vorbereitungen des Bodens beginnen. Dazu gehört das Unkraut jäten, das Auflockern des Bodens, beispielsweise mit einem Gartenpflug oder einem Rechen, und das Aussäen der ersten Gemüse- und Pflanzensorten. Ambitionierte Hobbygärtner ziehen ihre Pflanzensetzlinge im Gewächshaus oder Hochbeet gerne selber groß. Der Frühling ist auch die Zeit, alle Pflanzen und Bäume auf Schädlingsbefall zu überprüfen und diese gegebenenfalls zu bekämpfen. Die Reparatur von Werkzeugen, Gartenwegen oder Gartenhäuschen zählt ebenfalls zu den typischen Frühlingsarbeiten.

Die Rasenpflege im Frühling

Nach dem Winter benötigt der Rasen viel Aufmerksamkeit. Viele wünschen sich einen schönen, grünen Rasen in den Sommermonaten. Der Rasen muss im Frühling belüftet werden und Unkraut und Moos müssen entfernt werden. Mit einem Vertikutierer oder einer sogenannten Gartenharke lässt sich der Boden auflockern. Im Frühling beginnt wieder die Zeit, in der der Rasen regelmäßig gemäht werden muss. Wer sich einen Rasenmäher günstig kaufen will, sollte jetzt zuschlagen, denn die neusten Geräte kommen auf den Markt. Außerdem bereitet die Arbeit mit einem neuen, modernen Gerät mehr Freude und bringt wesentliche Erleichterungen mit sich. Ein Spindelrasenmäher hat den Vorteil, dass er ohne Strom und Benzin läuft und sehr wendig ist. Sie kürzen den Rasen allerdings nur minimal. Elektrorasenmäher oder Benzinrasenmäher sind deshalb praktischer, wobei sich Elektrorasenmäher vor allem für kleinere Grundstücke eignen. Großen Komfort bieten Rasenmähroboter und akkubetriebene Rasenmäher. Durch regelmäßiges Mähen wächst der Rasen dichter. Im Frühling sollte der Rasen nachgedüngt werden. Wenn der Rasen nach dem Winter nicht mehr so dicht ist, ist im April auch der ideale Zeitpunkt gegeben, ihn nachzusäen. So können Lücken geschlossen werden und der Rasen kann noch optimal anwachsen. Ein schwerer Boden sollte zusätzlich gelüftet und gesandet werden, um die Schäden des Winters abzumildern. Wer seinen Rasen frisch nachgesät hat, darf natürlich das Gießen nicht vergessen. Neben dem Gartenschlauch gibt es ein breites Angebot an Rasensprenger zu kaufen. Der Rasen muss dann bis Ende Oktober regelmäßig gemäht werden. Wie oft, hängt vom Wetter ab. Der Rasen sollte nicht zu kurz gemäht werden. Die optimale Halmlänge liegt in der Regel zwischen drei und sieben Zentimeter.

Baumpflege und Heckenpflege

Im Frühling müssen Bäume, Hecken und Sträucher zugeschnitten werden. Bei Obstbäumen ist es wichtig, sie zuschneiden, bevor sie austreiben. Damit sie schön wachsen, werden Hecken im Frühling gedüngt. Weil die Vögel zwischen März und Oktober brüten, sind bei Hecken und Stauden nur Formschnitte erlaubt. Am besten macht man dies mit einer entsprechenden Heckenschere. Wer grundlegende Veränderungen wünscht, muss bis nach der Brutzeit warten. Der ideale Zeitpunkt ist hier Ende Oktober und Anfang November. Sträucher, die zu den Frühblühern zählen, können nach der ersten Blüte stark zurückgeschnitten werden. Dazu zählt zum Beispiel die Forsythie.

Zierblumen rechtzeitig düngen

Nährstoffe benötigen auch Frühlingsblüher wie Hyazinthen, Tulpen und Narzissen. Im April oder spätestens im Mai müssen sie mit Kalkdünger gedüngt werden. Nährstoffreiche Substrate sorgen dafür, dass die Tulpen länger blühen beziehungsweise im kommenden Jahr wieder blühen. Hin und wieder sollte man außerdem verwelkte Blüten abzupfen.

Der Sommer im Garten

Im Sommer bedarf der Garten nicht mehr so viel Arbeit übrig. Das regelmäßige Rasenmähen und das Entfernen von Unkraut gehören hier zu den Hauptarbeitern. Die weiteren Arbeiten hängen stark davon ab, wie viel Obst und Gemüse man im Nutzgarten gepflanzt hat. Je nach Temperatur muss im Sommer natürlich gegossen werden. Deswegen sollte man sich über den Durst seiner Pflanzen informieren. In der Mittagshitze verdampft das Wasser auf den Pflanzen, weswegen es besser ist, am Abend zu gießen oder in den frühen Morgenstunden. Morgens und abends können Pflanzen das Wasser besser aufnehmen. Sparen sollte man beim Wasser übrigens nicht, denn das Wasser muss auch die unteren Wurzeln erreichen. Ein humusreicher Boden hält die Feuchtigkeit dabei besonders lange.

Heckenschnitt und Strauchschnitt

Die erste Wachstumsphase von Sträuchern und Hecken endet Ende Juni. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, sie zu schneiden. Das gilt vor allem für Buchs und Weißdorn. Immergrüne Hecken können auch noch Ende August zurückgeschnitten werden. Wichtig ist es, im belaubten oder benadelten Bereich zu bleiben, denn ein extremer Rückschnitt kann Hecken schaden. Zuvor sollte man aber prüfen, ob sich in der Hecke keine Vögel zur Brut niedergelassen haben. Auch jüngere Steckhölzer sollten im Juli gekürzt werden.

Gemüse für den Herbst vorbereiten und Sommerernte

Wer im Herbst ernten möchte, muss im Sommer das entsprechende Gemüse dafür einsäen. Dies gilt vor allem für Winterlauch, Rote Bete, Rettich, Blattspinat und Rettich. Buschbohnen, Zuckerhut, Chinakohl, Mangold, Radicchio und Fenchel können im Juli ebenfalls noch gesät werden. Dies gilt auch für Kräuter, die im Herbst noch zur Verfügung stehen wollen. Das Schönste im eigenen Gemüse- und Obstgarten ist sicher die Erntezeit im Sommer. Dazu zählen Zucchini, Thomas und Gurken, aber auch leckere Beeren wie Erdbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren. Während die Erdbeerzeit Ende Juni schon wieder dem Ende zugeht, bringen Johannisbeeren auch im Juli noch gute Erträge. Gemüse und Obst sollten regelmäßig abgenommen und verarbeitet werden. Das herabgefallene Obst zieht beispielsweise Ungeziefer an.

Den Garten winterfest machen

Wenn Mitte September die Temperaturen langsam etwas frischer werden, naht der Herbst. Die ersten Bäume verlieren ihr Laub. Auch wenn die bunte Blätterpracht optisch eine große Freude bereitet, ist sie natürlich mit Arbeit verbunden. Erleichterung bringt dabei ein Laubbläser, mit dem man das Laub zusammenbringen kann. Wer ein Herz für Tiere hat, beispielsweise Igel, kann auch einen Laubhaufen im Rase liegen lassen. Das restliche Laub kann dazu verwendet werden, Stauden vor dem Frost zu schützen. Dazu wird es einfach unter den Stauden gleichmäßig verteilt. Das Laub muss auf jeden Fall beseitigt werden, denn es kann schnell zur gefährlichen Rutschpartie werden. Auf Gehwegen beseitigt man das Laub am besten mit einem Laubbläser. Im Rasen sollte das Laub aber auch nicht großflächig liegen bleiben, sonst bekommt der Rasen kein Licht. Außerdem könnte der Rasen faulen. Praktisch ist auch ein Laubsauger, der das viele Laub einfach aufsagt. Wer einen Laubsauger bestellen will, muss dabei gar nicht tief in die Tasche greifen und findet eine große Auswahl für den eigenen Garten.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um den Garten winterfest zu machen?

Eine Checkliste findet man hier. Wichtig ist es, dass der Garten vor dem ersten Frost winterfest gemacht ist. Wann der erste Frost eintritt, ist von Region zu Region verschieden. In der Regel ist das aber spätestens Mitte Oktober der Fall, wenn die Pflanzen ihren Stoffwechsel herunterfallen. Der letzte Rasenschnitt sollte im Oktober erfolgen. Bei einem besonders milden Herbst kann dieser auch noch in den November verschoben werden. Im Anschluss sollte der Rasen noch einmal vertikutiert und gedüngt werden. Durch das Vertikutieren wird der abgestorbene Rasen entfernt und es wird Platz geschaffen, für die Nährstoffe durch den Dünger. Hecken und Sträucher können ab Ende Oktober gründlich zurückgeschnitten werden. Das Gehölz kann man praktisch mit einem Rindenmulcher zerkleinern und als Mulch auf die Gartenbeete legen. Sie schützen die Pflanzen vor dem Frost. Junge Bäume werden jetzt mit weißem Kalk angestrichen und festgebunden. Ziergräser werden zusammengebunden und ebenso wie winterharte Pflanzen mit einem Frostschutz versehen. Besonders empfindliche Pflanzen müssen zum Überwintern in den Keller oder die Garage gestellt werden, das Gartenhaus aufgeräumt werden und das Gewächshaus auf Schäden überprüft werden. Außerdem ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, um Frühlingszwiebeln in den Boden zusetzen. Wer einen Teich hat, muss dafür besondere Vorkehrungen treffen. Am Ende müssen noch das Wasser abgestellt werden.