Trinkwasser wird häufig als eines der am besten überwachten und saubersten Lebensmittel angepriesen. Trotzdem gibt es andere Stimmen, die vor dem Trinken von unaufbereitetem Leitungswasser warnen. Grund können Verunreinigungen in den Leitungen sowie nur schwer kontrollierbare Rückstände sein.

Wasser: Die Grundlage unseres Lebens

Unser Grundnahrungsmittel und organischer Grundbaustein ist Wasser. Wasser spielt in unserem Alltag eine große Rolle: Wir nehmen es zur Ernährung auf, wir brauchen es, um unsere Körper von Innen wie von Außen zu reinigen, wir kochen damit, wässern unsere Pflanzen, tränken Tiere und vieles mehr.

Auch wenn viele Menschen tagtäglich Wasser aus Flaschen trinken, so ist Leitungswasser immer noch die eigentliche Basis unserer Wasserversorgung: Wir nehmen es zum Kaffeekochen oder für den Tee, kochen Nudeln und Reis darin, bereiten Suppen zu und waschen Obst und Gemüse damit. Es gerät also immer ein großer Anteil Leitungswasser in unseren organischen Kreislauf.

Leitungswasser: Besser oder schlechter als sein Ruf?

Fakt ist, dass Leitungswasser so streng aufbereitet und kontrolliert wird, wie kaum ein anderes Lebensmittel in unserer Gesellschaft. Trotzdem kann selbst diese Qualitätssicherung gewisse Belastungen nicht verhindern.

Wasserwerke stellen keineswegs aufbereitetes Abwasser zur Verfügung (das wird immer in die Natur geleitet). Die Quelle des Wassers, das aus der Leitung kommt, liegt immer irgendwo in der Natur: Seen, Quellen, Brunnen, Flussläufe.
Die Wasser werden an tiefen und ursprünglichen Quellen entnommen, wo das Ausgangswasser schon möglichst rein ist. Dann durchläuft Wasser mehrere Stufen der Aufbereitung und Filterung, bis es schließlich aus dem heimischen Wasserhahn sprudelt.

Das klingt zunächst wunderbar – und wäre es auch, wenn das Trinkwasser in derselben Qualität aus dem Wasserhahn laufen würde, wie es das Wasserwerk verlässt. Doch unterwegs passiert das Wasser mitunter Kilometer lange Netze aus Versorgungsleitungen und Rohren. Gerade hier lauert die Gefahr.
Bis zum Beginn der Grundstücke der Endverbraucher liegt die Sorgfaltspflicht über die Zuleitungen bei den Wasserwerken. Hinter der Grenze bei den Gebäudeeigentümern.

Rohrleitungen sowie Wasserhähne können diese Belastungen begünstigen:

  • Mikroalgen (Biofilme)
  • Keime und Mikroorganismen
  • Schwebstoffe
  • Schwermetalle.

Algen und Keime werden durch Standwasser in den Leitungen begünstigt. Schwermetalle können aus alten bleihaltigen Rohrleitungen stammen, die vor allem in Altbauten zu finden sind.

Auch wenn die Belastung mit Algen und Keimen nicht im großen Maß gesundheitsschädlich ist, so wird sie doch von vielen Menschen als unangenehm wahrgenommen.

Die Nachfrage nach Wasseraufbreitungsmöglichkeiten für den Heimgebrauch ist daher in den letzten Jahren extrem gestiegen.

Belastungen durch Chemikalien und andere Rückstände

Immer wieder tauchen Schreckensmeldungen auf, Trinkwasser sei mit Düngemitteln, Medikamentenrückständen und anderen wahrhaft unappetitlichen Dingen verunreinigt. Solche Rückstände können im Mikrobereich liegen und oft nur durch spezielle, aufwändige Prüfverfahren ermittelt werden.

Zudem lässt die Trinkwasserverordnung, auch wenn es uns hart erscheint, ein gewisses Maß an Verunreinigungen mit chemischen Mitteln und anderen Rückständen zu. Ausschlaggebend ist, was der derzeitige Stand der Wissenschaft als gesund und verträglich erachtet.
Dies ist ein weiterer Grund, weswegen Menschen die Leitungswasserqualität selbst in die Hand nehmen und zur hauseigenen Trinkwasserdesinfektion übergehen.

Trinkwasseraufbereitung

Die Vorteile der Trinkwasserdesinfektion

Es ist im Grunde ganz einfach: Ob Leitungswasser nun sauber oder sicher ist, lässt sich nicht immer zu einhundert Prozent feststellen – und wer hat schon ein Labor zu Hause oder kann sich ständige Tests leisten?

Da die eigene Trinkwasserdesinfektion gar nicht so schwer ist, entscheiden sich immer mehr Bürger für diesen Weg, im Haushalt zusätzlich gereinigtes Wasser zu verwenden.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Sicherheit bei der Trinkwasserqualität.
  • Besserer Geschmack.
  • Das gute Gefühl, die Wasserqualität selbst beeinflussen zu können.

4 effektive Wege zur Trinkwasserdesinfektion

Chemische Desinfektion

Die chemische Trinkwasserdesinfektion wird überwiegend in der professionellen Wasseraufbereitung verwendet. Welche Chemikalien eingesetzt werden dürfen, regelt die Trinkwasserverordnung. Meistens sind es Chlor und Ozon.

Beide Chemikalien wirken effektiv gegen Bakterien und Keime. Ihre Wirkung ist über längere Zeiträume erforscht und als verträglich eingestuft worden. Wasserwerke setzen je nach Qualität des Ausgangswassers zeitweise erhöhte Mengen an Chlor zu. Das können Endverbraucher riechen, wenn sie den Hahn öffnen. Beide Chemikalien verfliegen jedoch kurze Zeit, nachdem das Wasser aus der Leitung geflossen ist oder beim Erhitzen des Wassers.

Wird das Wasser unmittelbar verwendet, kann insbesondere Chlor den Geschmack und den Geruch des Wassers verändern.

Wasserfilter

Wasserfilter sorgen dafür, dass Mikroorganismen und weitere unerwünschte Stoffe zuverlässig aus dem Wasser herausgefiltert werden. Die Filterung ist ein mechanischer Weg, Wasser aufzubereiten und den Kreisläufen der Natur nachempfunden. Dort reinigt sich Wasser, indem es verschiedene Erdschichten durchläuft.

In der professionellen Wasserreinigung kommen drei Filter-Typen zum Einsatz:

  • Aktivkohlefilter
  • Kapillarmembran-Filter
  • Umkehrosmose

Aktivkohle bindet durch ihre durchlässige Struktur chemische Stoffe. Sie ist ein reines Naturprodukt. Als Ausgangsstoffe dienen Holz, Kohle, Torf oder Kokosnussschalen. Auch in der Natur sorgen Kohle-Anteile in der Erde für eine hohe Filterung des Wassers.

Kapillarmembran-Filter reinigen Wasser über eine Struktur, die der Aktivkohle ähnelt. Immer schmaler werdende Kanäle in den Filter-Fasern sorgen für eine effektive Filterung von Geschmacks-, Geruchs- und Mikropartikeln aller Art.

Die Umkehrosmose ist ein modernes Verfahren zur Trinkwasseraufbereitung. Das Wasser läuft unter hohem Druck durch eine besonders feine Membran. Chemische Verunreinigungen, Schwebstoffe und Mikrolebewesen bleiben an der Membran hängen, sodass auf der anderen Seite fast reines Wasser herauskommt.

UV-Trinkwasserdesinfektion

UV-Licht sendet ein Lichtspektrum sowie elektromagnetische Wellen ins Wasser, wodurch Keime abgetötet werden. Die chemischen und physikalischen Eigenschaften des Wassers werden durch diese Methode nicht verändert. Geruch und Geschmack bleiben in der Regel unverändert.

Zum Einsatz kommen Lampen mit UV-C-Strahlung. Die Technik ist für den Heimgebrauch eher ungeeignet und kommt hauptsächlich in Wasserwerken und Schwimmbädern zum Einsatz.

Trinkwasseraufbereitung

CDL Tropfen zur Wasseraufbereitung

Ein weiteres vor allem im einfachen Hausgebrauch verwendetes Mittel sind Chlordioxid-Tropfen.

Chlordioxid-Lösung (CDL) ist seit vielen Jahren ein gängiges Verfahren zur schonenden und einfachen Reinigung von Leitungswasser. Die Substanz wird vielfach auch als reinigendes und entschlackendes Nahrungsergänzungsmittel genutzt.

Chlordioxid besteht aus einem Chloratom und zwei Sauerstoffatomen und hat andere Eigenschaften als reines Chlor.
Für die Heimanwendung gibt es CDL Tropfen als Zwei-Komponenten-Set, die bei Bedarf angemischt und dem Wasser zugesetzt werden.

CDL Tropfen reinigen Leitungswasser in Sekundenschnelle von Bakterien, Viren, Pilzen und Rückständen von Biofilmen in Leitungssystemen. Chlordioxid entzieht dank seiner Oxidationskraft schädlichen Keimen Elektronen und zerstört dadurch ihre biochemische Struktur.

Beliebt sind die Tropfen neben dem Gebrauch in der heimischen Küche auch, um Wasser in Tanks von Booten, Wohnwagen, Zisternen und anderen stehenden Wasserspeichern zuverlässig, einfach und kostengünstig aufzubereiten.

Weitere Informationen: https://www.waldkraft.bio/mensch/