Mark Löchner, seit knapp 20 Jahren Modeunternehmer in Friedberg und talentierter Hobbykoch, wird monatlich für unsere Leser Restaurants im Wetteraukreis besuchen und mit dem Küchenchef des Hauses ein Gericht bzw. ein Menü kochen. Dies wird in Form einer Bildgeschichte aufbereitet. Auf dass Sie liebe Leser Appetit bekommen. Und vielleicht das Restaurant einmal besuchen.

Unser dritter Besuch  mit „Blick in die Küche“ findet heute in Butzbach statt. Wir fahren in den Ortsteil Griedel rechts der Autobahn und dann durch den Ort. An der Hauptstraße gleich links rein in den Hof,  wo genügend Parkplätze vorhanden sind. Wir haben uns für heute verabredet und wollen gemeinsam mit Peppe einige typisch italienische Speisen zubereiten. Wir werden herzlich empfangen, trinken einen kurzen Espresso  und reden über Peppe und sein Restaurant. Seine Frau Nicole ist für Service und Theke verantwortlich, kümmert sich um das Organisatorische während Peppe einkauft und den kreativen Part in der Küche einnimmt.

Ein hübsches Restaurant mit sechzig Sitzplätzen, einer schönen Aussenterrasse, bestuhlt bis max. 80 Personen. Peppe ist Künstler, das merkt man sofort. Er lebt Italien und wird uns später in der Küche beweisen, dass sein Motto Feinheit und Fantasie ist. Ich schaue mir eine kleine, übersichtliche Karte an, die durch Tagesempfehlungen, die auf der Tafel stehen, ergänzt werden. Somit kann er sein Versprechen, frisch kochen, auch umsetzen.

Im Hof gibt’s den Kräutergarten, und die Zutaten sind frisch. Keine Dose, kein Tiefkühlprodukt. Die meisten Nudeln dreht er selbst durch die Maschine, auch vegetarische und vegane Fans verhungern hier nicht. Wir wollen uns überzeugen und sind nun in der Küche. Sauber, klein, hier müssen die Abläufe sitzen.  Und das zeigen die beiden Köche Peppe und Mark Löchner. Während die Gerichte von beiden gemeinsam zubereitet werden, erzählt Peppe von seiner Leidenschaft der Musik. Vom Klavier, Saxophon, Schlagzeug oder der Gitarre, Peppe beherrscht so ziemlich alles. Und Kochen kann er auch. Nach kurzer Zeit kommen die Gerichte aus der Küche und unser Fotograf Simon hat diese Leckereien für Euch festgehalten.

Als der erste Tisch besetzt ist, sehen wir die Praxis in der Trattoria:

Man reicht die Speisekarte und parallel in großen Lettern sind die drei Tagesempfehlungen nicht zu übersehen. Das Wort Individualität wird gelebt. Und sind die Gäste mal länger da, packt Peppe auch mal seine Gitarre oder das Saxophon aus und unterhält sein Publikum. Es ist wie eine Bühne. Der Gast erhält ein Stück Italien, und das mitten in der Wetterau. Wenn es so richtig warm ist und der Biergarten eröffnet oder eine Gesellschaft reserviert, wird die Küche gläsern. So viel wie möglich wird vor den Augen der Gäste zubereitet. In neudeutsch „Showcooking“. Die Speisen sehen so appetitlich und frisch aus, fast zu schade, um sie zu verzehren. Ich sage Euch, sie munden fantastisch.

Die Optik hält, was sie verspricht. Nach getaner Arbeit sitzen wir bei einem guten Grappa und spüren die Leidenschaft, die in Peppe steckt. Und das können die Kunden dienstags bis samstags ab 18 Uhr, sonntags auch schon zur Mittagszeit erleben. Simon, Mark und meine Wenigkeit verabschieden uns bei der Familie Carone und sind durch die B3 schneller wie erwartet zurück im Städtchen.