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Julia-UngerKaum zu glauben! Der Maskenball hat endlich ein Ende, die Infektionszahlen sinken und wir fĂŒhren nun schon seit einigen Wochen wieder ein fast normales Leben; zumindest diejenigen von uns, die sich aktiv dafĂŒr entscheiden.

Es ist wirklich faszinierend wie unterschiedlich wir mit unserer neu gewonnenen Freiheit umgehen: WĂ€hrend einige noch ihrem Corona-Cave-Syndrom frönen und nur in dringenden FĂ€llen – natĂŒrlich ausschließlich mit Maske – auf die Straße gehen, kommen andere aus dem feiern gar nicht mehr raus. Ein Event jagt das NĂ€chste und man hat das GefĂŒhl, dass nun innerhalb kĂŒrzester Zeit alle Veranstaltungen der letzten 2 Jahre nachgeholt werden mĂŒssen. Hochzeiten, VereinsjubilĂ€en und Volksfeste reihen sich aneinander, so dass man sich zum Teil gar nicht entscheiden kann, welche der Veranstaltungen man tatsĂ€chlich wahrnehmen möchte.

Ich wurde vor einiger Zeit von einer Kundin gefragt, was ich fĂŒr meinen Sommer-Urlaub planen wĂŒrde? Meine Antwort darauf war, dass ich mich sehr auf die Tage freue, in denen ich einfach mal nichts planen muss und zu Hause bleiben darf. Denn auch geschĂ€ftlich hĂ€ufen sich nun wieder die Live- und PrĂ€senz-Termine und die Vermutung liegt nahe, dass wir nicht viel aus den letzten Monaten gelernt haben. Das Leben auf der Überholspur und die Hektik und der Stress des Alltags haben uns sicherlich schon bald wieder in ihren FĂ€ngen, wenn wir jetzt nicht bedachter mit unserer neuen Freiheit umgehen. Doch was ist in der aktuellen Situation der richtige Weg? Ich glaube, die Wahrheit liegt, wie immer, irgendwo dazwischen.
Sich selbst weiterhin von dem echten Leben auszuschließen lĂ€sst uns nur weiter vereinsamen und es wird mit jedem Tag schwerer, aus unserer Höhle herauszukommen. Doch es kann natĂŒrlich auch keine Lösung sein, sich nun von einer Party in die NĂ€chste zu stĂŒrzen, ganz ohne RĂŒcksichtnahme und ohne Schutz. Dadurch wĂŒrden wir nicht nur uns selbst einem unnötigen Risiko aussetzen, sondern auch die Menschen in unserem Umfeld. Aus diesem Grund handele ich derzeit mit einer gewissen Vorsicht und einer gesunden RĂŒcksichtnahme. Ich lecke bewusst nicht jeden Menschen in meinem Umfeld ab, halte Abstand, wasche und desinfiziere mir nach wie vor regelmĂ€ĂŸig die HĂ€nde und trage eine Maske, wo es sinnvoll und angemessen ist.

So ist es mir möglich, meine neu gewonnene Freiheit in einem gesunden Maß auszuleben, ohne ein unnötiges Risiko einzugehen und ich genieße den Kontakt mit lieben Menschen und neuen Bekanntschaften, wie ich sie auf der Night of Networks schließen konnte. Allen Couchpotatoes kann ich nur empfehlen, wieder raus zu gehen! Nutzt die schönen Tage und pickt euch explizit einzelne Veranstaltungen heraus, bei denen ihr gerne dabei sein möchtet. Man muss nicht immer auf fĂŒnf Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Es besteht jedoch auch kein Grund, sich selbst gĂ€nzlich vor dem Leben zu verschließen und wir nehmen uns selbst viel Freude und berauben uns neuer Erfahrungen, wenn wir weiterhin darauf verzichten.

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Mary Kay