Unser Shooting fĂŒr das Cover machten wir auf dem Wartturm mit Blick auf Friedberg. Seit nunmehr 30 Jahren leitet und begleitetet Klaus Detlef Ihl zunĂ€chst als Technischer Leiter und seit 2003 auch als Erster Leiter die Geschicke der Friedberger Stadtwerke. Die besondere Beziehung zu Fried­berg und was der Frank­furter so alles gemacht hat und auch noch so vorhat, haben fĂŒr Euch festgehalten.

Ihl ist ein Mann der Fakten schafft und schon frĂŒh Gas gegeben hat. Abitur 1975, im direkten Anschluss Start eines Chemiestudiums mit Vordiplom. „Ich habe aber irgendwie gemerkt, dass das nicht mein Ding ist und entschied mich, Bauingenieurwesen zu studieren, das ich mit dem Abschluss Diplom Ingenieur abschloss. 1982 ging es fĂŒr drei Jahre in ein großes IngenieurbĂŒro in Frankfurt, und ĂŒberwachte unter anderem den Bau der Neubaustrecke der Deutsche Bundesbahn. Es folgten sieben Jahre (1985 -1992) bei den Stadtwerken Frankfurt als Rohrnetzbezirksingenieur Wasser, bevor dann der Einstieg zum 1.Juli 1992 bei den Stadtwerken Friedberg begann.

Da meine Eltern in Frankfurt selbst­stĂ€ndig waren, war ich als Kind sehr viel bei meinen Großeltern in Friedberg.

„In Frankfurt hatte ich den hĂ€rtesten Bezirk der Welt,“ lacht Detlef Ihl, zwischen Bahnhofsviertel, Villen und mitten in der Bankenmetropole.
„Da meine Eltern in Frankfurt selbststĂ€ndig waren, war ich als Kind sehr viel bei meinen Großeltern in Friedberg. Meine schönsten Kindheitserinnerungen haben immer mit Friedberg zu tun. Ob ins Alte Hallenbad, Kinofilme im Roxy, Pali oder im Winter Eishockey auf der Seewiese mit den anderen Jungs.

Als ich 1992 auf die Stellenausschreibung der Friedberger Stadtwerke stieß, hatte ich das GefĂŒhl: Hier schließt sich der Kreis fĂŒr mich,“ lacht er. Mit viel Erfahrung und Kompetenz im GepĂ€ck ging es nach Friedberg in verantwortungsvoller Position. Eine reizvolle Aufgabe bis zum heutigen Tag. „Wir haben, dank eines eingefĂŒhrten Kontrollsystems, dass wir konsequent ausgebaut haben, heute in Friedberg ein intaktes Rohrnetz. Außerdem haben wir als Stadtwerke die flĂ€chendeckende Gasversorgung ausgebaut, also Friedberg inklusive aller Stadtteile. Zum Thema Energiewende: Wir haben bereits 2006 mit dem Energiekonzept 2020 diese Entwicklung bei uns eingeleitet, und bis heute systematisch weiterentwickelt. Angefangen von dem der konsequenten Umstellung auf LED-Technik, den Einbau von Photovoltaik Anlagen, den Einsatz von Elektrofahrzeugen, die E-Tankstelle in unserem City-­Parkhaus bis hin zu unserem seit 2012 betriebenen Blockheizkraftwerken. Alles Maßnahmen, die zu einer Verringerung des Co2 Ausstoßes fĂŒhren. Kurzum: Überall dort, wo wir auch Handlungsmöglichkeiten haben, setzen wir das Energiekonzept 2020 konsequent um,“ sagt Ihl. Auch in punkto interkommunaler Zusammenarbeit mit anderen Stadtwerken setzt sich Ihl den Hut auf und sorgt nicht nur fĂŒr den Austausch, sondern ist federfĂŒhrend bei der Einrichtung einer seit 2000 existierenden Gaseinkaufsgemeinschaft.

Familie Ihl wohnt in Frankfurt Harheim. Detlef ist seit 44 Jahren verheiratet. „Und immer noch glĂŒcklich mit dieser Entscheidung,“ lacht er. Die Familie wĂ€chst. Zwei Kinder, vier Enkel und seit neuestem wieder einen Hund. Privat geht es bei Familie Ihl etwas ruhiger zu. „Ich brauche den Ausgleich und bin oft im Garten, lese viel und schau meiner Frau beim Kochen zu,“ schmunzelt er. Den Urlaub verbringt die Familie an Nord- oder Ostsee oder an der italienischen Riviera. Bleibt die KĂŒche mal kalt, geht es zum Italiener oder auch ins gutbĂŒrgerliche Restaurant.

Im Juni 2021 erleidet Detlef Ihl einen schweren Herzinfarkt. Nach zwei Tagen Intensivstation entlĂ€sst er sich selbst. So typisch Ihl. Er macht nach nur kurzer Pause wieder weiter. Das Rentenalter ist erreicht, der Arbeitsvertrag verlĂ€ngert. „Ich fĂŒhle mich gut und möchte gern noch ein bisschen weiter an unserem Portfolio arbeiten, um die Weichen fĂŒr eine weiterhin erfolgreiche Zukunft der Stadtwerke Friedberg sicherzustellen. Das ist Detlef Ihl, Macher, Stratege und Persönlichkeit. Ein Gewinn fĂŒr uns Alle. Wir wĂŒnschen dem Mr. Energy noch einige spannende Berufsjahre und noch mehr gesunde ­Lebensjahre.